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Meine Saison in der belgischen Meisterschaft 2017

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#1
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Für die Interessierten unter euch (und die, die es noch werden :pfeif: ) möchte ich gerne wieder meine Erlebnisse auf der Rennstrecke zum Besten geben und hoffe, es wird und bleibt kurzweilig.

Ich werde diesen Beitrag immer wieder ergänzen, also abonniert ihn fleißig. :headbang:

 

Dieses Jahr werde ich, neben meiner Tätigkeit als Instruktor für Rennstrecken-Neulinge für thumb_forums_1495198928__head-990px_1.jp – wozu ihr euch bei Interesse gerne bei mir melden könnt – auch endlich wieder eine Meisterschaft mitfahren können, nachdem ich nun doch etwas länger ausgesetzt habe nach meinem schweren Sturz beim Motocross-Training im Jahr 2014.

Aufgrund der räumlichen Nähe, aber auch wegen der günstigeren Konditionen fiel meine Wahl heuer auf die Van Zon Sprint Series, welche die belgische Meisterschaft im Land der Pommes darstellt. Hierbei darf ich dezent auf meinen neuen Sponsor thumb_forums_1495199353__haka.jpg und natürlich meinen Partner in Sachen professionelle Rennvorbereitungen thumb_forums_1495199674__ks.png, hinweisen.  :danke:

 

Der Winter wurde wieder zur Vorbereitung und Verbesserung des Einsatzgerät verwendet – ich setze weiterhin auf die bewährte Suzuki GSX-R 750 K6.

In Kurzform die durchgeführten Updates

 

Fahrwerksüberarbeitung

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Ventilspielkontrolle

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Kupplungscheck

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Luftfilterreinigung

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Zündspulen und Zündkerzenwechsel

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Neuer Kettensatz und Gangsensor

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Kühlerreinigung innen & außen

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Verstärkung / Optimierung des Heckrahmen

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Hinterradschnellwechsel a la Marcel

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Eines der größten Updates stellte natürlich das Fahrwerk dar. Hierzu hat mich unser Forums-Sponsor LaserTom von thumb_forums_1495199172__so-products.png erneut hervorragend unterstützt und das absolut erstklassige HyperPro Typ 463 Federbein (natürlich voll einstellbar in Druck-, Zugstufe, hydraulischer Federvorspannung und Höhenverstellung) nebst der Serien-Gabel im Stammwerk abstimmen lassen. :genial:

So eine Fahrwerksüberarbeitung mit frischem Öl und neuen Dichtungen und bestenfalls individueller Anpassung der Federrate macht oftmals einen so großen Unterschied, dass ihr denkt, ihr hättet ein neues Motorrad unter euch! Gerade auch auf der Straße bei weniger guten Fahrbahnverhältnissen. Sprecht einfach LaserTom direkt an oder natürlich bei konkreten Setup-Schwierigkeiten auch mich.

 

So, nachdem alles (mal wieder) auf den letzten Drücker fertig wurde – sorry für den Streß Tom – ging es Mitte April für zwei Tage mit Panther Racing ins belgische Mettet. Neben meiner Instruktor-Tätigkeit konnte ich auch für den ein oder Sportkameraden sein Fahrwerk abstimmen und natürlich an meiner Maschine in Sachen Rost abschütteln und Fahrwerk einfahren weiter arbeiten. Es stellte sich jedoch recht bald heraus, dass für meinen runden und weichen Fahrstil die Federrate von 9,25 vorne etwas zu hoch war. Aber das ist natürlich kein Problem bei SO Products! Schon wenige Tage später waren lineare 8,75er Federn in der Post und die Gabel wurde umgebaut.

Noch ein „kleineres“ Problem am Schaltautomat durch Slalomking finden und beheben lassen und es konnte los gehen mit dem Abenteuer Van Zon Sprint Series!

 

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Gemischte Wetterverhältnisse wurden vorausgesagt für die ersten beiden Rennen im belgischen Zolder am 27.04. – und es sollten auch tatsächlich einige Überraschungen kommen..

 

Nach der Anreise abends zuvor wurde bei ein paar magenschonenden Kamillentee die Box bezogen und die letzten Sponsorenaufkleber auch von meinem neuen Sponsor HäKa Zerspanungstechnik aufgebracht. forums_1495231857__wp_20170428_14_32_27_

Vielen Dank an dieser Stelle natürlich nochmal!

 

In der Nacht hatte es geregnet, doch die Strecke war zum ersten Training abgetrocknet – lediglich von den Curbs galt es Abstand zu halten. Doch irgendwie wollte sich kein Vertrauen zum Vorderrad aufbauen lassen. Rolle ich mich in Zolder gewöhnlich mit 1,48er Zeiten ein, war meine Bestzeit in Quali 1 eine 1,58 und somit vorerst der vorletzte Startplatz. :shock:

Aufgrund einer Unachtsamkeit bei der Einstellung des dynamischen Durchhangs war die Maschine viel zu weich abgestimmt und die Gabel auf Block in den Kurven gewesen. Also eine ordentliche Portion Federvorspannung nach geschoben und nun konnte das zweite Qualifying gerne kommen! :headbang:

Die Boxenampel ging auf grün und ich fuhr raus auf die Gegengerade. Just als ich bei Höchstgeschwindigkeit im 6. Gang den Anker werfen will, schüttet es wie aus Kübeln los. Am Ende der Geraden sehe ich schon einen Fahrer mit seiner Maschine im Kiesbett stehen, aber ich kann einfach nicht bremsen – es rutscht wie auf Glatteis! :help:

Mit Müh und Not schliddere ich quer über die Schikane und tuckere wie auf rohen Eiern in die Box zurück. Das dann zum Thema Fahrwerkseinstellung testen, Startplatz verbessern und Selbstvertrauen zurück holen.. :kotz:

Also muss es nun alles im Rennen gerichtet werden. Hierzu bleibt jedoch noch Zeit für ein Entspannungsschläfchen im Wohnwagen, denn laut Zeitplan haben wir nun 2,5h Pause. Mit einem Poltern an der Tür weckt mich der Boxennachbar Thomas und eröffnet mir, dass der Zeitplan kurzfristig umgestellt wurde und ich noch 15 Min. bis Boxengassen-Öffnung habe! *GNARF*

Dank der guten Unterstützung von Thomas und natürlich meiner Freundin Anna :wub:  komme ich jedoch rechtzeitig in den Vorstart.

Das erste Rennen selbst verlief dann relativ unspektakulär, doch spürte ich schon, dass ich sowohl vom Fahrwerk, als auch von der Motorelektronik in die richtige Richtung gearbeitet hatte und ich konnte einige Positionen gut machen. Am Ende wurde ich als 20. von 28 Startern abgewunken. Mit meiner Zeit von 1,45.9 war ich auch recht zufrieden.

Leider gab es dann erneut einen Schauer, der das bisschen Grip der Strecke weg wusch vor Rennen 2 und die Aufgabe zumindest wieder in die Top20 zu fahren, nicht einfacher machte.

Beim Start konnte ich dennoch sofort einige Positionen gut machen und mir den ein oder anderen Kontrahenten zurecht legen. Das Niveau ist jedoch extrem hoch und ich musste alles geben um aufzuholen. So passierte mir der ein oder andere Fahrfehler und ich räuberte nach einem etwas sehr optimistischen Bremsmanöver Ende der Gegengerade über die Schikane und musste einen Gegner vorbei lassen. Einige Kurven später wollte ich verlorenes Terrain auf der Bremse gut machen und beherzt zu langen – leider flitschte ich mir mit dem Mittelfinger den Bremshebel weg und musste ruckartig nachgreifen. Da hierbei das Hinterrad arg leicht wurde, war normales runter schalten nicht möglich und ich zog die Kupplung einfach durch. Den abrupten Drehzahlabfall fand die Motorelektronik jedoch verdächtig und quittierte es mit einem „FI“-Fehler im Display. :wacko:

Da dies in der Regel auch mit Leistungsverlust einher geht, reagierte ich blitzschnell und schaltete die Zündung aus, wartete 1-2 Sekunden, schaltete die Zündung wieder ein und, nachdem der Prüflauf abgeschlossen war, startete ich den Motor erneut. Natürlich zogen nochmals 3 Gegner an mir vorbei. Doch noch waren drei Runden zu fahren und kampflos gebe ich nicht auf!! :wife:

Also arbeitete ich mich an den Gegner vor mir heran und versuchte es hier und da. Die Kurve 9 „Bolderberghaarspeldbocht“ (ja, die heißt wirklich so) bremste ich spät an und bog spät ein, um am zweiten Scheitelpunkt aufzurichten und mit bester Beschleunigung und möglichst gerade durch die kleine Schikane Nummer 10 zu zischen und mir den Kollegen vor mir dann in der Zufahrt zur letzten Schikane zur käschen – soviel zum Plan..

So gut wie ich den Kurvenausgang erwischte, so schlecht funktionierte es bei meinem Kontrahenten und dazu musste er kurz das Gas lupfen in der schnellen Schikane. Dies wiederum brachte mich in arge Bedrängnis und ich berührte sein Hinterrad und mir schlug es kurz den Lenker aus den Händen. :shock:

Zum Glück gab es keinen Einschlag in die Mauer und so habe ich mir den Sportkamerad publikumswirksam eingangs der letzten Runde beim Anbremsen der ersten Kurve auf Start / Ziel vor den zahlreichen Zuschauern geschnappt.

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Nun, am Ende stand dann Platz 19 auf der Zeitenliste mit erneut einer 1,45.9. Mit einer besseren Startposition und etwas mehr Konzentration hier und da wären ein paar Positionen besser drin gewesen – und das nehme ich mir fest vor für das nächste Rennwochenende am 20. & 21.05.!

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich am Rennsonntag der ein oder andere nach Zolder verirren würde und nach der Startnummer 285 Ausschau und die Daumen hält :clap:

 

Natürlich gibt es hierzu auch ein recht nettes Video:

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  • hoschi, Darklizzy, taucher und 7 weitere bedanken sich

#2
ride on

ride on

    Z1000 - what else...

Sauber :thumbs_up:

Endlich mal wieder wat vernünftiges zu lesen hier :clap:

Danke dafür und viel Glück bei den nächsten Races !



#3
Dirk

Dirk

    Fußrasten Designer

:danke:  viel Erfolg



#4
anwald

anwald

    ONKELZ are back !

  • Beiträge: 4.011
  • Dabei seit: 08.12.2003
  • Wohnort:Tief im Westen

hau rein und mach gut. :respekt:



#5
hoschi

hoschi

    wir wuppen das

  • MODERATOR
  • Beiträge: 10.308
  • Dabei seit: 20.08.2004
  • Wohnort:double-u-upper-valley
  • Fahrzeuge:
  • Kawasaki Z1000 (2004)

viel erfolg!!!



#6
Stefon

Stefon

    Tiefenentspannt

:respekt:

Viel Spass und viel Erfolg







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