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  • Hinzugefügt am: 05.12.2014, 00:16
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LED Scheinwerfer im Audi-Design v2

Es ist wieder Bastelzeit. Nun die Weiterentwicklung der v1

Geschrieben von goOse am05.12.2014, 00:16
led tagfahrlicht

Es ist wieder Bastelzeit  :mrgreen:

Ok, ungewöhnlich - da kein Winter... Aber ich hatte da schon länger was im Kopf, was ich mal umsetzen wollte.

 

Vor längerer Zeit baute ich mal ein paar LED Leisten an meinem Reflektor im Scheinwerfer - ich nannte es Tagfahrlicht, war aber mehr Spielerei wie etwas ernsthaftes. Das ganze ist nun auch schon seit gut 18.000km drin ohne irgendwelche Probleme beim TüV oder mit der Rennleitung. Aber auch kein Wunder - war meist ausgeschaltet.

 

Was mich störte an dem Ganzen war die Blickwinkelabhängigkeit. Sprich, wenn die Maske auf einem direkt zeigt, sah mal die Led's ganz gut, aber von der Seite fast gar nicht, da der Abstrahlwinkel der Leds so gering war (16°). Alle LEDs die man mit einem größeren Abstrahlwinkel bekam, waren zu schwach oder zu teuer für eine Spielerei. Aber mittlerweile gibt es so kleine, günstige und unglaublich helle smd-led-chips, dass man fast erblindet beim reinschauen. Um das ganze noch mehr Blickwinkel-Unabhängig zu machen, sollte auch irgend ein Reflektor dazu kommen um das Licht mehr zu streuen.

 

Also... Damit mein Reflektor maximale Größe erreicht und ich noch genügend Platz für Reflektor, Led's & Platine zzgl. Diffusorscheibe habe, habe ich mir als Einbauort die Frontscheibe des Scheinwerfers vorgestellt. Die Form meines Reflektors, in welche die Led's kommen werden, sollte so in die Richtung des bösen Blickes von "NoFear" gehen. Ist natürlich nicht immer alles so machbar wie man will - schließlich ist der Platz begrenzt.

 

Zunächst habe ich bei dem nervenaufreibenden Fußballspiel Deutschland - Algerien mir mit dickem Papier und einer Schere eine grobe Form geschnitten. Diese später eingescannt und nochmal sauber gezeichnet. So das ich eine symmetrische Schablone hatte und mehrfach ausgedruckt. Dadurch das ich den Reflektor zweiteilig mache und quasi einmal spiegelverkehrt Arbeite, musste ich nur eine Seite erstellen.

 

Das Material meiner Wahl für die Reflektor war mal wieder Messingblech. Billig, gut verfügbar, gut hartverlötbar und vor allem gut zu polieren.

 

gallery_6154_2188_113664.jpg

 

Darauf dann einfach das Blatt Papier aufgeklebt und ausgesägt...

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Das natürlich 2x

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Auf dem Ausdruck sieht man 2 feile weiße Linien, das waren meine Knickmarken. An diesen habe ich die ausgesägten Bleche dann im richtigen Winkel abgeknickt. Damit dies auch ordentlich und sauber entlang dieser Linien geschieht, habe ich an diesen Linien entlang das Blech stark eingefeilt. Somit gibt es beim Biegen an dieser Stelle zuerst nach und man erhält saubere Knicke. Diese müssen natürlich später ausgelötet werden, sollte der Winkel der Einkerbungen nicht 100% gepasst haben (so wie bei mir^^)

 

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Soweit so gut. Ein paar Korrekturarbeiten und schon lagen sie einigermaßen ordentlich in der Maske und man erhält einen ersten Eindruck was ich vor habe....

 

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Da ich ja eine Art Höhlkörper brauche, fehlt natürlich noch eine Abdeckung. Die Form und die Winkel sind allerdings ehr spontan entstanden....

 

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Dann das Ganze aufeinander Anpassen, ausrichten und hart verlöten.

 

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... und das natürlich auch 2x... Aber 1-2 Stunden später...

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Anschließend alles schön ausgerichtet, poliert und versilbert.

 

 

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Da das Licht der späteren Led's in meinem Gehäuse schön verstreut werden soll und man auch nicht gleich auf die Platine blicken soll, hab ich mir facettiertes Plexiglas besorgt und in Form des Gehäuses ausgesägt. So das es schön bündig ohne Luft hinein passt. Aber weil die Facetten das Licht nicht genug gestreut haben, klebte ich mit einfachen Teasfilm die Kanten ab und Sandstrahle das Plexiglas einfach. Somit kann man nicht mehr in die Leds direkt hinein schauen und der matte Bereich unterstreicht auch noch die Form des Gehäuses.

 

(das sind keine Fehler in der mattieren Fläche, sondern Fettfinger^^)

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Hier hier nun der Blick von vorne mit Glas - so wie es später auch sein wird. Ich denke nun kann man sich das Endresultat ganz gut vorstellen...gallery_6154_2188_1951823.jpg

 

Nun brauchen wir noch eine Platine, welche ins Gehäuse passt und auch genügend Platz für die Leds bietet.

Zunächst hab ich anhand meiner Gehäuse, Schablonen geschnitten, eingescannt, grafisch bearbeitet und daraus ein schwarz/weiß BMP gemacht. Dies konnte ich wiederum in meine Schaltplan-Layout-Software importieren. Somit hatte ich einen 1:1 Maßstabsmodell und konnte die LED's und Leiterbahnen optimal ausrichten.

 

Edit: Mittlerweile habe ich eine neue Platine entworfen und eingebaut, welche über mehr Kühlflächen für die Leds verfügt und auch mit Konstantstromquellen ausgestattet ist.

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Dann wieder der übliche Weg über Platinen belichten, Entwickeln und anschließend Ätzen und mit Lötlack überziehen...

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Anschließend alles bestückt und der erste Test. Hier mit nur 15mA (150mA wären möglich) damit es nicht so stark blendet und noch die Wirkung gut zu erkennen ist. Quasi nur fürs Foto...

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Und letztendlich noch mit der Leistung (75mA) womit ich das Ganze betreiben werde. Ich könnte noch mehr, aber die LED's brauchen irgendwann eine Kühlung. Und schließlich sollte ich im Hinterkopf behalten, dass es im Scheinwerfer nicht gerade wieder kühl ist und dies die led's zusätzlich erhitzt. Bei 75mA werden sie nur grade so spürbar warm. Zudem ist die Helligkeit schon an dem Punkt mehr wie genug. Schon jetzt steht die Anordnung einem fertigen Tagfahrlicht  (meiner Meinung nach) im Punkto Helligkeit in nichts nach.

 

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Im nächsten Schritt muss ich die Platinen aussägen, Anpassen an die Gehäuse, Grundieren, weiß Lackieren, dann nochmal die Gehäuse polieren und silberfarben färben und auch nochmal mit Klarlack lackieren (damit sie durch die Temperaturschwankungen nicht korrodieren und sich verfärben)... Ein wenig Arbeit ist es also noch...

 

Wie schon gesagt, Gehäuse mit Klarlack überzogen, Platinen weiß lackiert. Später bei den ersten zusammen gebauten Tests, zeigte sich aber dass es blöde aussah, wenn es im Gehäuse zu hell war. Daher habe ich dann nochmal umlackiert und die Platinen innen schwarz lackiert....

 

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Eingeschaltet (natürlich extrem überblendet beim Handybild^^)

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So weit, so geil.... Ich musste sie sogar stark bremsen, weil mein Tagfahrlich sehr nahe an mein Xenon vom Auto ran kam  :lol:

Dann nur noch alles wieder zusammen bauen und in der Maske montieren. Da ich noch einen Schalter frei hatte in meiner Zündschlossverkleidung,

habe ich den gleich für das neue Tagfahrlicht verwendet.

 

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Fertig!