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Rückruf Z900 - Federbeinaufnahme - weitere Infos


Tutorial Information

  • Hinzugefügt am: 04.08.2010, 18:42
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Wechsel der Gabelfedern Z750 BJ 2004-2006

Geschrieben von Brad am04.08.2010, 18:42
Material:

1. Neue Federn

2. Neues Öl



Werkzeug:

1. Ratsche und passende Aufsätze

2. Spritze samt Schlauch (o.ä. Material) zum Aussaugen des

alten Öls

3. Tücher und Behälter zum Auffangen des alten Öls

4. Trichter zum einfüllen des neuen Öls

5. Zollstock

6. Teleskopgreifarm

7. Drehmomentschlüssel von 20 – 200Nm



Benötigte Zeit:

ca. 45-60 Minuten



Zuerst einmal sei gesagt, dass man auf zwei verschiedene Art und Weisen neue Federn in die Gabel einbauen kann. Erstens kann man das ganze ohne Ausbau der Gabelholme und zweitens mit Ausbau der Gabelholme.

Ich beziehe mich im Weiteren nur auf die erste Variante ohne den Ausbau der Gabelholme.

Um ein unkontrolliertes Absinken der Front zu verhindern, wenn keine Federn mehr in den Gabelholmen sind und um ein Ausschlagen der Federn beim Öffnen der Verschlussstopfen zu verhindern, sollte das Motorrad vorne auf einen Montageständer gestellt werden.

Als erstes muss kontrolliert werden, ob der Lenker im Weg ist oder nicht. Ist dies der Fall, den Lenker einfach Richtung Heck drehen oder ganz ausbauen. Sonst verkratzt man sich den Lenker, siehe den Kratzer am Gelben Klebeband:



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Ist ausgeschlossen, dass der Lenker Schaden nehmen kann, werden die zwei Verschlussstopfen mit der Ratsche und der passenden Nuss langsam geöffnet.



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Sind beide Verschlussstopfen abgeschraubt, sieht das Ganze dann so aus:



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Im nächsten Schritt werden die Hülsen entfernt. Diese kann man einfach mit den Fingern zu fassen bekommen:



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Danach sieht es dann so aus:



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Nun benötigt man einen Teleskopgreifarm, um die Gabelfedersitze (große Unterlegscheibe) und die Federn herausholen zu können:



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Die Gabelfedersitze und die Federn sollten mit einem Tuch abgetrocknet werden, möchte man das Öl nicht auf dem Boden verteilt haben:



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Alle Teile werden in entsprechender Reihenfolge, wie sie demontiert wurden an die Seite gelegt:



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Im nächsten Schritt wird das alte Öl aus den Gabelholmen geholt. Wir haben dabei Spritzen und Schläuche verwendet, sowie eine alte Öldose als Behältnis für das Altöl:



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Wundert euch nicht, dass ihr auf diesem Wege „nur“ ca. 500ml erhaltet. Am Vorsprung, auf dem die Feder aufliegt, ist in der Mitte noch Platz, an dem sich das restliche Öl angesammelt hat:



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Wenn ihr die Schlauchspitze mit dem Teleskopgreifarm in diese Öffnung führt, erhaltet ihr das komplette Öl aus beiden Gabelholmen.

Da die Gabel komplett zusammengedrückt werden muss, muss das Rad und der Fender ausgebaut werden.



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Die Gabel so zusammendrücken, dass Metall auf Metall sitzt (letztes Foto). Da die Gabel in dieser Position nicht verbleibt, wegen Schwerkraft und anderen Einwirkungen, nehmt ihr am besten einen Helfer zur Hand, der die Gabel in der Position hält:



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Das neue Öl wird bei zusammengedrückter Gabel eingefüllt! Hier am besten einen Trichter zum Einfüllen benutzen. Es kursieren verschiedene Einfüllmengen im Netz herum. Am besten ihr haltet euch an die Angaben des Herstellers der Gabelfedern. Sollten keine Angaben vorhanden sein, füllt so viel Öl nach, bis von der Oberkannte des Gleitrohres zum Öl 135mm Luft enthalten ist:



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Wenn das Öl eingefüllt ist, so bewegt beide Gabeln mehrmals (ca. 10-20x) komplett hoch und komplett runter. Jeweils bis zum Anschlag. So dringt das Öl überall hin und die Luft wird herausgepresst. Es darf KEINE LUFT mehr enthalten sein.

Danach die Gabel wieder zusammenbauen. Natürlich Rückwerts zum Ausbau. D.h. zuerst die Feder, dann der Gabelfedersitz, die Hülse und zum Schluss den Verschlussstopfen. Dabei darauf achten, dass der Gabelfedersitz richtig auf der Feder aufliegt und nicht hochkant steht. Die verschlussstopfen werden mit einem Drehmomentschlüssel mit 25Nm festgezogen.

Danach den Fender wieder einbauen und festschrauben. Dabei darauf achten, dass die unteren Gabelelemente richtig sitzen. Nun das Rad wieder einbauen. Die Achse und die Vorderachsklemmschraube dabei nur leicht festziehen. Das Motorrad nun vom Montageständer herunterlassen. Dabei zuerst den Lenker wieder befestigen, so dass man das Motorrad auch handeln kann. Steht das Motorrad wieder auf zwei Rädern, so die Vorderbremse betätigen und 3-4x kräftig die Gabel eintauchen. Man merkt jetzt schon, dass die Feder etwas schwerer einzudrücken sind. Zudem sollte man jetzt auch merken, ob alles richtig zusammengebaut wurde oder ob irgendwo etwas nicht stimmig ist. Wenn alles OK ist, die Vorderachse mit 127Nm festziehen und die Vorderachsklemmschraube mit 34Nm festziehen.



Daten:

Verschlussstopfen der Vorderradgabel mit 25Nm anziehen

Vorderachse mit 127Nm anziehen.

Vorderachsklemmschraube mit 34Nm anziehen.

Gabelölmenge: 1. 452 ml ±4ml bei trockener Gabel

2. 385ml bei Gabelölwechsel