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Tutorial Information

  • Hinzugefügt am: 18.10.2013, 17:01
  • Aktualisiert: 07.07.2014, 12:56
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McCoi Kettenöler: Herstellung

Zusammenbau des McCoi Kettenölers.

Geschrieben von tralf am18.10.2013, 17:01
mccoi kettenöler öler herstellung bausatz
Dieses Tutorial soll die Herstellung, besser gesagt das Zusammensetzen des Bausatzes beschreiben und tiefer in spezielle Probleme, die dabei auftreten können, eingehen.

Wer Hilfe braucht, kann mich gerne kontaktieren. Der Einbau in eine Z1000 (10-13) ist hier beschrieben.

Was wird benötigt:
  • McCoi (am besten Deluxe-System, da vieles schon mit dabei); 135€
  • Mini universal Mate-N-Lok (Mini-UMNL) Steckverbinder (1x 6polig, 2x 4polig; jeweils Stecker, Buchse und Kontakte); ca. 5€
  • Epoxidharz (ich verwende Uhu 2K Epoxy-Kleber); ca. 6€
  • Kleber, am besten Sekundenkleber, dann muss man nicht lange warten
optional benötigt

Sicherungsmodifikation: Benötigte Softskills:
  • etwas Löterfahrung
  • handwerkliches Geschick beim Umgang mit Plastik
Der McCoi wird durch die mitgelieferte Bauanleitung zusammengelötet. Es ist alles gut beschrieben und mit vielen Bildern wirklich gut dargestellt.
Was allerdings fehlt ist ein Hinweis, wie man die Verkabelung mit der Außenwelt sinnvoll gestaltet, deshalb steigt mein Tutorial genau an diesem Punkt ein. Auf alle Punkte, die in der McCoi-Anleitung beschrieben sind gehe ich nur ein, wenn ich für mich eine bessere Variante gefunden habe. Entnehmt also den Rest aus der McCoi-Anleitung.

Bei der Bestellung gleich statt des Reed-Kontakts die Zahl 23 (Z1000 und SX ab 2010, Z750 07-12, Z1000 (07-09)) oder 11 (Z1000 und Z750 2003-2006) einprogrammieren lassen, die wird benötigt wenn man die Tachoimpulse abgreift.
Die Zahl ergibt sich folgendermaßen (Z1000/SX ab 2010): Ritzel gibt 8 Impulse pro Umdrehung. Sekundärübersetzung ist 42/15 =2,8 => 8*2,8=22,4 Impulse pro Radumdrehung
Da ich mich immer auf den Hex-Einstellungen A oder B rumtreibe, runde ich auf, dann habe ich mehr Luft nach oben.

Mit dem ersten Teil der mitgelieferten Bauanleitung kommt man bis zu diesem Punkt:

fertig gelötetes McCoi-Steuergerät
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Jetzt kommt der Einbau ins mitgelieferte Gehäuse. Als Kontakte zur Außenwelt benutze ich Mini Mate-N-Lok (Mini-MNL) Steckverbinder. Die sind vibrationsfest und auch für KFZ geeignet. Die Steckverbinder passen genau in die Unterseite des Gehäuse, man muss nur mit einer Säge und Feile 3 Löcher ausklinken, damit die Mini UMNL Buchse eingeklebt werden kann. Den Deckel muss man dann nicht bearbeiten. Umso sauberer man arbeitet umso dichter ich die Stelle. Es kommt ja doch ab und zu mal Wasser ins Motorrad.
Herstellung des Gehäuses:

Alle benötigten Teile fürs Gehäuse (StrapuBox (ist im Set), 2x4polig UMNL, 1x6polig UMNL, optional Sicherung 1A):
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Vorbereitung der Mini-MNL Stecker. Ich benutze für das Gehäuse die Buchsen. Diese sind eigentlich für die Durchsteckmontage gedacht, also müssen die nicht benötigten Teile von der Buchse ab.

Mit einem scharfen Cutter gehts am besten.
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Alle 3 Verbinder sind fertig
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Als nächstes ist das Gehäuseunterteil dran (erkennt man an den 4 Zylindern mit Loch für die Platinenbefestigung). Dort werden die 3 Steckverbinder eingeklebt. Zuerst muss natürlich die Wand so bearbeitet werden das die Buchsen sauber drin stecken.

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Maße der 4poligen Buchsen: 10,4mm
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Maße der 6poligen Buchse: 14,4mm
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Die beiden 4poligen Steckverbinder packe ich immer nach außen und den 6poligen in die Mitte. Die äußeren Buchsen schließen bündig mit den Löchern für die Befestigung des Gehäusedeckels ab, dann die 10mm nach innen gehen. Lieber etwas kleiner aussägen, mit der Feile kann man sich dann aufs perfekte Maß ran arbeiten.

Ich habe eine Eisensäge dafür benutzt, wie man sieht ist der Schnitt nicht gerade, aber das kriegt die Feile wieder hin.
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Mit einer Zange die Wand ausbrechen, keine Sorge, das bricht unten an der Kante.
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Probehalber mal alle 3 Buchsen reingelegt, so sollte es aussehen.
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Wichtig vorm Einkleben: Die Buchsen dürfen nicht zu tief ins Gehäuse ragen, sonst behindern sie die Platine. Sinnvoll ist es die Buchsen ca. 1cm nach innen zu kleben.
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Beim Einkleben dann unten flächig auftragen und auch die Gehäuseränder zur Buchse, so dichtet man die ganze Sachen gleich etwas ab.
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Wenn alles richtig gemacht wurde, sollte das fertige Gebilde so aussehen:
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Nachdem das Gehäuse fertig bearbeitet wurde, werden ausreichend lange Kabel (ich benutze 0,2mm² Kupferlitze) konfektioniert und mit dem Kontakt (Buchse) des Mini UMNL verlötet.
Prinzipiell reicht es die UMNL Kontakte zu crimpen/klemmen aber ich verlöte es lieber für eine KFZ-taugliche Verbindung. Nichts ist schlimmer als ein Fehler durch einen Wackelkontakt.

Hier sind alle Kabel fertig und schon in die Klemmen geschraubt (Crossmode nutze ich nicht)
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Pinbelegung am Gehäuse (Ansicht von vorne drauf), wo keine Kabelfarbe dahinter steht, ist sie nicht relevant. Kabelfarbe bezieht sich auf das mitgelieferte 8 adrige Kabel des Deluxe Systems (normales 1-fach geschirmtes Patchkabel)
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So sieht die Platine 2.6 fertig gelötet und im Gehäuse verbaut aus:
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Optional: Einbau der Zusatzsicherung ins Gehäuse (Pumpenschutz):
Hier kommt jetzt eine kleine Verbesserung verglichen mit dem normalen McCoi (Modell 2011). Da es u.U. passieren kann, dass der Mikrocontroller, warum auch immer, sein Leben aushaucht, wurde im www.mccoi-forum.de eine Lösung zur Sicherung der Pumpe gesucht. Mir ist es nämlich passiert (eigener Fehler und 45€ Lehrgeld) dass der gestorbene Mikrocontroller Dauerplus auf die Wechselstrom-Ölpumpe gelegt hat. Das hat die natürlich nicht toll gefunden und ist nach Minuten einen Hitzetod gestorben. Deshalb verbaue ich jetzt immer eine sehr träge aber zu klein dimensionierte rückstellbare Sicherung (oder auch Geräteschutzschalter) ins McCoi Gehäuse. Ein Pumpimpuls dauert ca. 200ms, viel zu kurz um die Sicherung auszulösen.

Sicherung:
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Die Frage kam schon mal, wieso eine 2. Sicherung, wenn bereits eine im Lieferumfang ist. Die Feinsicherung im Lieferumfang ist auf 2,5A dimensioniert, damit sie nur im Kurzschlussfall auslöst. Diese Größe ist aber zu groß um eine Pumpe im Dauerbetrieb verlässlich zu schützen, ferner fehlt dann der Leitungsschutz hin zum McCoi. Außerdem will man ja nicht, wenn man z.B. bei der Erstbefüllung viel pumpt, andauernd die dann zu klein dimensionierte Feinsicherung austauschen.

Die Sicherung wird in den Gehäusedeckel geklebt. Dazu ein 10mm Loch in die Seitenwand bohren. Dann kann von außen die Mutter der Sicherung festgezogen werden. Die +12V Leitung habe ich aufgetrennt bzw. verlängert. Sie geht jetzt vom Stecker zur Sicherung (6,3mm Kabelschuhe) und von da zur Klemme an der Platine. Wichtig ist hier die exakte Positionierung der Sicherung im Deckel. Es ist nicht viel Platz, da von unten die Klemmleiste stört und weiter oben der Hex-Schalter. Deshalb gut nachmessen und testen bevor ihr das Loch in den Deckel bohrt.

Auf dem Bild sieht man die Position der Sicherung, zwischen den 2 gelben Linien.
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Maße der Sicherung (Breite 19mm, Höhe 11mm)
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Der Abstand von der unteren Gehäusekante (da wo die Steckverbinder sind) bis zur Klemmleiste auf der Platine sind 26mm. Hinzu kommt noch die halbe Breite der Sicherung, macht 37mm
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Die Innenwand des Deckels ist 12mm hoch, die Sicherung 11mm, also sollte die Mitte des Lochs bei 6,5mm von oben gemessen sein.
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Jetzt mit einem 3mm Bohrer vorbohren und dann mit einem 9,5mm Bohrer das Loch komplettieren, das Gewinde der Sicherung hat 9,3mm
Wichtig: achtet auf die Position der Sicherung, sie muss nach links zeigen, wenn das geschlossene Gehäuse mit den Steckern nach unten vor euch liegt.
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So sollte es dann aussehen
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Bei der Erstbefüllung des Systems kann man diese Sicherung gut testen, nach einigen Sekunden Dauerpumpen sollte sie auslösen. Etwas warten und dann kann man den Stift seitlich wieder rein drücken und so zurückstellen.


Wieder weiter im normalen Teil mit Phase 2.

Regensensor

Der Regensensor ist eine Platine mit offenen Kontakten. Wenn dort Wasser ran kommt, dann werden die Kontakte kurzgeschlossen und der Mikrocontroller erkennt das dann als Regen.
Ich habe die rückseitigen Lötkontakte für das Verbindungskabel in Epoxidharz (Uhu Endfest 300) gegossen, damit die Lötstelle wetterfest ist und gleichzeitig wird das Kabel fest gehalten.
Jetzt kann man den Regensensor irgendwo im Radkasten mit z.B. Silikon anbringen. Silikon niemals auf blanke metallische Flächen aufbringen, die Essigsäure im Silikon greift das sonst an und innerhalb von ein paar Tagen ist alles korrodiert.
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Die Anschlüsse werden in die Steckergehäuse geschoben und dann mit Schrumpfschlauch so nah wie möglich überzogen. Auf dem Bild ist der Stecker noch nicht eingeschrumpft.
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Der Regensensor ist bei mir am Kennzeichenhalter mit einem Kabelbinder befestigt. Damit ich das Kabel nicht immer komplett bis zum McCoi-Steuergerät entfernen muss, wenn ich am Heck mal was abbauen muss, habe ich einen 2 poligen Mini UMNL Steckverbinder hinten im Kofferraum ins Kabel gelötet. So kann ich den hinteren Teil schnell lösen.


Zur bebilderten Einbauanleitung in eine Z1000 (10-13) geht es hier lang.
  • marko, boaman750s und Heiti74 bedanken sich