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Tutorial Information

  • Hinzugefügt am: 22.01.2014, 14:55
  • Aktualisiert: 19.01.2016, 09:19
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Heizgriffe Modell coolride.de einbauen

Einbau von coolride.de Heizpatronen in den Lenker.
Einbau der Heizungsteuerung "HeatControl" in eine Z1000 (2010)
Bedienungsanleitung von HeatControl

Geschrieben von tralf am22.01.2014, 14:55
heizgriffe heizpatronen coolride.de einbau
Vorwort:
Da ich gerade am Anfang wie auch am Ende der Saison, bei kühlen Temperaturen, kalte Finger bekomme, denke ich schon eine Weile über Heizgriffe nach.
Leider sind die Standardsysteme, in denen die Griffe selbst durch beheizte Versionen ausgetauscht werden, durchweg unansehnlich. Kabel liegen außen in der Gegend rum, geht ja auch am Gasgriff schlecht anders. Und hinzu kommt noch der Coolness-Faktor, wer gibt schon gerne zu mit Heizgriffen zu fahren, gerade hier im Forum.

Dann habe ich eine Werbung von coolride.de gesehen, in der Heizkartuschen gezeigt werden, die den Griff von innen heraus durch wärmen. So kann man die normalen Griffe weiter verwenden. Kurzum, dieses System habe ich mir bestellt. Hier ist eine bebilderte Anleitung an meiner Z1000 (2010), die aber sicher auch für alle anderen Z-Modelle anwendbar ist.

Dieses Tutorial ist FÜR FORTGESCHRITTENE SCHRAUBER gedacht.

Man sollte Folgendes wissen oder es schon mal gemacht haben:
  • Kabelbaum anzapfen um an Signale/Strom zu kommen
  • die Verkleidung der Z de-/montieren
  • Säge und Bohrer Handhabung
Die Wahl des Heizkartuschen-Systems:

Das Heizkartuschen-System von Coolride ist recht modular bestellbar. Zum einen muss man den Innendurchmesser des Lenkers wissen und dann muss man noch entscheiden welches Gewinde die Kartuschen haben sollen. M6 oder M8, je nachdem, was man als Lenkerende montieren möchte. Ich habe mich für M6 entschieden, so wie alle gängigen Lenkerenden aus dem Zubehör sind. Kawa hat original immer M8 Gewinde im Lenker.

Die nächste Wahl besteht in der Steuereinheit der Heizgriffe. Standardmäßig wird ein 3-Stellung Schalter im Paket mitgeliefert. Der wird so verdrahtet, dass man die Heizkartuschen mit 25% und 100% Leistung betreiben kann, ganz aus ist dann die 3. Stellung. Coolride bietet aber auch noch eine bessere Steuerung an: Diese kostet aber über 100€ Aufpreis zum Standardsystem. Damit hat man dann 2 Taster, über die man die Temperatur regeln kann, angezeigt durch eine LED-Leiste.

Unser Sponsor Motorradteile-Borken (bmwbademen) vertreibt übrigens auch das Coolride System (mit Forumsrabatt).

Lieferumfang Coolride Standardsystem (durchgestrichene Punkte werden nicht benötigt, siehe weiter unten)
  • 2 Heizkartuschen inkl. ca. 1m flexibles silikonummanteltes Kabel (Durchmesser und Gewindebohrung bei der Bestellung angeben)
  • 1 Gummidurchführungshülse
  • 1 robuster 2-Stufenschalter (kodiert 3 Stufen, 25%, 100% und aus)
  • 1 wasserdichte Gummikappe für den Schalter
  • 5 Flachsteckhülsen passend zum Schalter
  • 5 Isoliertüllen für Flachsteckhülsen
  • 4 komplette Japansteckverbindungen komplett mit Isoliertüllen
  • 1 Packung Spezialklebstoff zum Einkleben der Heizpatronen
  • 1 Montageanleitung mit Anschlussplan
Wichtig: Ich habe mich entschieden das Steuergerät selbst zu entwickeln, so dass dieses Tutorial abgesehen von den Heizkartuschen von Coolride nichts mehr mit Coolride zu tun hat.

Alle Bestandteile um die Heizgriffe erfolgreich zu verbauen, die über den Lieferungumfang des Coolride Standardsystems hinaus gehen liegen meinem Steuergerät bei.

Lieferumfang Steuergerät von tralf
  • 1 Steuergerät (ausreichend für 2 Heizkartuschen, 52W)
  • 1 wasserdichter Taster zur Bedienung der Steuerung
  • 1 LED-Anzeige inkl. Kabel und Steckverbinder
  • 1 Satz Steckverbinder um die Heizkartuschen mit dem Steuergerät zu verbinden (AMP Superseal 2polig, Buchse)
  • 1 Satz Steckverbinder um das Steuergerät mit Fahrzeugstrom zu verbinden (AMP Superseal 2polig, Stecker)
  • 1 Satz Steckverbinder um das Kabel vom Taster mit dem Steuergerät zu verbinden (Mini UMNL 2 polig, Stecker)
Hier sieht man die Gewinde in den Kartuschen (hier M6 bei 14mm Durchmesser)
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Die Wahl des Lenkers:

Bei meiner Z sind die Gewinde ins Lenkerende geschweißt. Um die Kartuschen zu verbauen müssen diese erst entfernt werden. Dann kann man den Innendurchmesser ermitteln und korrekt bestellen.

Der originale Lenker der Z1000 (10-13) hat 17mm Innendurchmesser. Man kann recht schonend das eingeschweißten Gewinde an den Enden entfernen, indem man eine M8 Schraube eindreht, diese in einen Schraubstock einspannt und mit einer Eisensäge oder Dremel rundherum die Schweißnaht leicht auftrennt. So bekommt man die Enden sauber raus. Die Schraube dient nur als Haltepunkt und als Hebel für das Rauslösen. Ist nicht nötig, macht es aber um Längen einfacher.

(Bilder kommen demnächst)

Ich habe mich aber für einen anderen Lenker entschieden, da mir der Originale immer etwas zu schmal war und ich außen auf die Lenkerenden gefasst habe. In dem Zuge ist die Übersicht über alle verfügbaren Lenker für die Z1000 (10-13) entstanden.
Ich habe mich für den Magura TX entschieden. Dieser hat 14mm Innendurchmesser.


Magura TX im Vergleich zum original Lenker
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Die Vorbereitung des Lenkers:

Die Kabel zu den Kartuschen müssen im Inneren des Lenkers entlang geführt werden, ähnlich wie bei den Lenkerendenblinkern. Dazu wird also genau in der Mitte, zwischen den beiden Lenker-Klemmungen, ein 8mm Loch gebohrt. Ordentlich entgraten, nicht dass das Kabel durchscheuert, da fließt schon etwas Strom durch im Betrieb.

Dann einen Draht von innen nach außen durchfädeln, damit man die Kabel der Kartuschen von außen nach innen durchs Loch ziehen kann.

Bild 1.1: Hier ist der Draht eingefädelt
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Bild 1.2: Und hier sind alle 4 Kabel der 2 Kartuschen schon in der Mitte durchgezogen
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Die Kartuschen werden jetzt mit einem von Coolride mitgelieferten 2K-Kleber in die Lenkerrohrenden geklebt. Also die Oberflächen schön fettfrei machen, die Kartuschen von vorne bis hinten dünn einstreichen und dann entsprechend der zu verwendenen Lenkerenden ins Lenkerrohrende schieben. Bei meinen Shinyo Lenkerenden konnte ich die Kartuschen genau bündig abschließen lassen. Der Kleber sollte dann 24h aushärten. Achtung: das Zeug stinkt, lasst es besser nicht im Wohnraum.

Ich habe mir die jeweiligen Kabelpärchen markiert, falls ich später mal die Kartuschen separat ansteuern will.

Danach habe ich die heraus stehenden Kabel noch mit Kabel-Sleeve verkleidet. So wird die Stelle unter der Lenkerklemmung quasi unsichtbar. Der TÜVer hat bei der Untersuchung des Lenkers nicht mal die Frage gestellt was das Kabel da soll. Man hört ja doch Geschichten, wo mittig angebohrte Lenker nicht gerne gesehen werden. Meiner Meinung nach völliger Quatsch, zum einen ist die Bohrung zwischen beiden Klemmungen und damit völlig belastungsfrei und zum anderen sind im Originallenker auch Bohrungen für die Armaturen.

Das Kabelende wurde mit dem mitgelieferten Ring in die Bohrung gestopft und dann ein Schrumpfschlauch als Scheuerschutz mit hineingesteckt, danach wird das Sleeve drüber gestülpt und an den Enden mit etwas größerem Schrumpfschlauch fixiert. Kabelbinder hilft zwar auch gegen das Ausfransen, aber Schrumpfschlauch ist eleganter.

Bild 1.3: Hier wird die Bohrung entschärft
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Bild 1.4: Und dann das Sleeve fixiert
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Es reichen ca. 15cm Sleeve, danach ist man schon ein gutes Stück unter der Maske.

Bis hierher wird alles auch gut in der mitgelieferten Anleitung von Coolride beschrieben.


Wichtig: Ab jetzt werden nur noch von mir entwickelte Wege mit den von mir entwickelten Teilen beschrieben. Das Steuergerät als Kleinserie habe ich entwickelt. Wer will, kann mich gerne per PN über Details kontaktieren.


Bild 1.5: Bauteile des Lieferumfangs des Steuergeräts
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Die Kabel der Heizkartuschen werden jetzt mit dem korrekten Steckverbinder für das Steuergerät verbunden. Siehe blauer Kasten Bild 1.5
Dazu werden beide roten Kabel der Heizkartuschen mit Pin2 (gelbes Kabel) des Steckverbinders verbunden. Beide schwarzen Kabel gehen auf Pin1 (blaues Kabel). Evtl. ist es sinnvoll zuerst beide Kabel der jeweiligen Farbe auf ein dickeres Kabel zu löten um dann mit diesem einen Kabel in den Stecker zu gehen (siehe Bild 1.6).

Bild 1.6: Beide Kabel der Kartuschen werden erst mit einem dickere Kabel zusammengefasst bevor es in das Steckergehäuse geht.
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Der Stecker wird wie folgt zusammengebaut:

Zuerst schiebt man die beiden gelben Dichtungen auf beide Kabel. Dann werden die Kontakte auf das abisolierte Kabelende mit einer Zange gebogen. Die kleinen Flügel werden auf das blanke Kabelende gedrückt, die langen Flügel auf die Isolierung. Dann verlöte ich immer das Kabelende mit dem Kontakt. So schließt man einen Wackelkontakt da schon mal aus. Jetzt werden beide Kontakte von hinten in das Steckergehäuse geschoben. Sie rasten nur in einer Position ein, im Gehäuse sieht man den Haken der Verriegelung. Die roten Kabel kommen auf Pin2 des Steckers, wird dann zum gelben Kabel des Steuergeräts. Dementsprechend beide schwarzen Kabel auf Pin -> blaues Kabel am Steuergerät. Nachdem beide Kabel eingeklickt wurden wird von vorne der rote Sicherungsclip eingesetzt. Jetzt die gelbe Gummidichtung von hinten in das Loch des Steckers schieben. Fertig.

Weils nicht so einfach ist, hier noch mal in Bildern

Zusammenbau Amp Superseal

Bild 1.7.1: Kabelende ca. 3mm abisolieren und das Ende verzinnen (hier ist es der Buchsenkontakt, der im Steckergehäuse verbaut wird, kurz, schwarz)
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Bild 1.7.2: Kabel wie folgt in den Kontakt legen aber nicht weiter als auf dem Bild, da die Lücke für die Aufnahme im Gehäuse frei bleiben muss.
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Bild 1.7.3: Mit einer Spitzzange die kleinen Flügel um das verzinnte Ende biegen und die großen Flügel um die Isolierung
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Bild 1.7.4: Gleiches Bild bei den Steckerkontakten, die in die Gehäuse-Buchse gesteckt werden (lang, schwarz)
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Bild 1.7.5: Ordentlich zusammenbiegen
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Bild 1.7.6: Und verlöten, achtet be iden Buchsenkontakten, dass sie nicht voll Lot in der Mitte laufen. Da rastet das Gehäuse ein.
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Bild 1.7.7: So sollte es dann aussehen (die Mitte ist frei)
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Bild 1.7.8: In dieser Form werden die Superseal Steckverbinder dann zusammengesetzt. Die Kontakte passen nur in eine Richtung.
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Zusammenbau Mini-UMNL
Bild 1.8.1: Kabelende ca. 3mm abisolieren und verzinnen (hier ist es der Buchsenkontakt), dann so in den Kontakt legen, nicht zu weit hineinstecken
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Bild 1.8.2: Mit einer Spitzzange die kleinen Flügel um das verzinnte Ende biegen und die großen Flügel um die Isolierung
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Bild 1.8.3: Zur Sicherheit verlöte ich den Kontakt mit dem Kabel
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Bild 1.8.4: So siehts dann fertig aus.
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Der Lenker wird dann wieder montiert und alle Armaturen wieder in Position gebracht.

Bild 1.9: Rechte Seite ist schon fertig, das Heizkabel sieht man noch in der Mitte
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Einbau der Steuerung

Da mir die mitgelieferte 3 Stufen Steuerung zu schlecht war und ich auch nicht über 100€ für die Coolride Steuerung ausgeben wollte, habe ich mir einfach eine selber gebaut. Stichworte: PWM und Power-MOSFET.

So eine Heizung benötigt ja nicht viel. Man braucht etwas, was den Strom regelt (MOSFET), eine Benutzerschnittstelle (Taster) und optional eine Anzeige (LED-Leiste, wie ich sie beim McCoi bereits einsetze), damit man weiß welche Stufe eingestellt ist.

Die Außenmaße (BxHxT) der Steuereinheit sind 52x36x20mm, vergleichbar mit einer Streichholzschachtel + der Kabelbaum hinten dran.


Bild 2.1: So sieht die fertige Version (1.5) aus, die ich gerade fahre:
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Bild 2.2: aktuelle, verkaufsfertige Version, inkl. LED-Anzeige
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Bild 2.3: Anschlussbezeichnungen
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Die 2poligen AMP Superseal Steckerverbinder (Bild oben mittig) sind sowohl für die Verbindung mit der Stromversorgung als auch für die Verbindung mit den Heizkartuschen vorgesehen. Da beide Anschlüsse jeweils den gegenteiligen Verbinder besitzen, ist eine Verpolung ausgeschlossen. Der Anschluss zu den Heizpatronen hat seit der Hardware v1.5 ein grün/weißes statt blaues Kabel.

Der 6polige Mini Universal Mate-N-Lok-Stecker (mini UMNL) ist für die LED-Anzeige, die den Zustand der Griffheizung anzeigt. Der 2polige Mini UMNL ist für den Taster vorgesehen.



Bild 2.3: Hier ist sie bereits vorne in die Maske eingebaut
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Einbau der Benutzersteuerung (Taster)

Gesteuert wird die Heizung über einen Taster. Die Heizleistung wird in mehreren Stufen linear geregelt. 0 ist aus und 4 ist 100% an. Geschaltet wird indem man die Fahrzeugmasse zum Steuergerät durchlässt. Also muss man sich Fahrzeugmasse suchen, einen Taster zwischen klemmen und dieses eine Kabel dann zum Steuergerät verlegen. Da meine Z von Hause aus keinen Warnblinkschalter hat, ist auf der Lenkerarmatur links gut Platz für einen Taster. Der Hupenschalterstromkreis liefert dann die Masse in die Armatur.

Bild 3.1: So sieht es aus, wenn es fertig ist:
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Ich verwende einen wasserdichten Taster von Apem. Den gibt es u.a. bei Reichelt - Apem IBR3S, leider hatte ich das falsche Modell gekauft, so dass ich hier einen Snap-in Taster habe und nicht wie ursprünglich gewollt einen einschraubbaren Taster. Aber der Funktion ist das nicht abträglich. Ich habe ihn nun eingeklebt statt eingeschraubt.

Als erstes zerlegt man die linke Armatur und baut alle Schalter aus. Auch den Kabelbinder mit dem die Kabelhülle an der Armaturhälfte befestigt ist entfernen. Dann zieht jetzt also 1 dünnes Kabel in den Kabelstrang von der linken Armatur ein. Dieser Kabelstrang endet unter der linken Kühlerverkleidung in einem mehrpoligen Steckverbinder. Den Schutzschlauch im Bereich der Maske etwas einritzen und einen steifen Draht bis zur Armatur hoch schieben. Dann das Kabel befestigen und alles wieder retour.

Bild 3.2: Hier sieht man den Einstich des Kabels
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Bild 3.3: An der Armatur kommt es dann raus
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Jetzt muss die hintere Armaturhälfte (wo man draufschaut während der Fahrt) mit einem Loch (14mm) versehen werden, damit der Taster dort rein passt. Den Blinkschalter Hebel habe ich übrigens nicht entfernen können. Also blieb er dran.

Bild 3.4: Hier ist schon der Taster eingeklebt
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Jetzt wird die Armatur wieder zusammengebaut. Zumindest schon mal der Hupenschalter. Dort wird jetzt ein kurzes Stück Kabel an den unteren (Masse führenden) Kontakt angelötet.

Bild 3.5: Kabel ist dran, aber noch nicht gekürzt
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Dann das kurze Hupenkabel an einen Kontakt des Tasters löten. An den anderen Kontakt des Tasters kommt jetzt das Kabel, welches zum Heizsteuergerät geht.

Bild 3.6: Hier sind beide Kabel am Taster angelötet. Die offenen Kontakte mit Schrumpfschlauch isolieren.
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Bild 3.7: Jetzt kann man die Schalterarmatur wieder zusammensetzen.
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Bild 3.8:
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Bild 3.9: Den Schutzschlauch der Kabel wieder ordentlich mit Kabelbinder an der Armaturhälfte befestigen
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Auf der Steuergeräteseite geht das Kabel jetzt an Pin1 (graues Kabel, siehe Bild 2.2) des 2poligen mini UMNL Steckers.

Optional: Sollte der Taster an einer anderen Stelle untergebracht werden, wo kein Massepotential verfügbar ist, so kann man Pin2 des Tastersteckers benutzen, dort liegt Fahrzeugmasse an. Also einfach ein 2poliges Kabel an den Taster löten, verbauen und die anderen beiden Kabelenden auf den 2poligen UMNL Stecker des Steuergeräts legen.

Bild 3.10: Hier sieht man die Tasterposition auf der in Fahrtrichtung vorderen Seite, wo sie wie die Lichthupe betätigt werden kann.
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Bild 3.10.1: Gehäuse Ausschnitt (Bohrung)
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Bild 3.10.2: Eingebauter Taster ist verkabelt, Masse kommt aus dem Steuergerät (2 adriges Kabel zum Taster)
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Stromversorgung

Wichtig: Das Steuergerät selbst benötigt auch ein wenig Strom, bitte schließt die Heizung immer und ausschließlich an Schaltplus an, dass verhindert, dass nach ein paar Tagen die Batterie leer ist, selbst wenn die Heizung nicht heizt.
Den Strom hole ich mir wie bereits bei der Kellermann R3 aus dem Heck am ABS-Diagnosestecker (siehe R3 Tutorial). Die Absicherung des Stromkreises erhöhe ich aber von 10A auf 15A. Die Heizkartuschen benötigen ungefähr 5A Strom bei 12V = 60W
Da ein Motorrad ein schwache Batterie hat und die Heizung doch ordentlich Strom zieht, hole ich die +12V beim Schaltplus (gelbes Kabel). Masse kommt aus dem schwarzen Kabel. Dadurch kann es nicht passieren, dass ich vergesse die Heizung auszuschalten, wenn ich das Motorrad abstelle. Ein weiterer, positiver Effekt ist, dass die Heizung, wenn ich wieder zum Motorrad komme und losfahren will, aus ist und den Startvorgang damit nicht belastet.

Für Motorräder ohne ABS: -> siehe weiter unten.

Bild 4.1: So sind die Kabel angezapft (gelb (Schaltplus) und schwarz/gelb (Masse))
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Die andere Seite des Stromkabels wird mit dem Stecker des Superseal Verbinders versehen.

Ich hole dazu Bild 1.5 noch mal hervor, roter Kasten
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Zuerst schiebt man die beiden gelben Dichtungen auf beide Kabel. Dann werden die Kontakte auf das abisolierte Kabelende mit einer Zange gebogen. Die kleinen Flügel werden auf das blanke Kabelende gedrückt, die langen Flügel auf die Isolierung. Dann verlöte ich immer das Kabelende mit dem Kontakt. So schließt man einen Wackelkontakt da schon mal aus. Jetzt werden beide Kontakte von hinten in das Steckergehäuse geschoben. Sie rasten nur in einer Position ein, im Gehäuse sieht man den Haken der Verriegelung. Das rote Kabel kommt auf Pin2 des Steckers (Masse dann auf Pin 1, kontrolliert das sorgfältig, sonst schrottet ihr die Schaltung, zumindest die Schutzdiode und müsst die austauschen bzw. die Steuerung zu mir schicken). Nachdem beide Kabel eingeklickt wurden wird von vorne der rote Sicherungsclip aufgeschoben. Jetzt die gelbe Gummidichtung von hinten in das Loch des Steckers schieben. Fertig. Vgl. dazu Bilder 1.6.1 - 1.6.8 weiter oben.

Optional:
Sollte das Motorrad nicht wie das Beispielmodell hier mit einem ABS Diagnosestecker ausgerüstet sein, so kann man sich das Schaltplus auch aus dem Abblendlicht holen. Bei aktuellen Motorrädern ist dieses meist über ein Relais gesteuert und erst mit laufendem Motor eingeschaltet. Also beim Test darauf achten, dass der Motor läuft.
Die Heizung benötigt ca. 5A Strom, so dass man den Sicherungswert des Abblendlichts um diesen Wert erhöhen sollte.

Für die Z1000 '10 (ohne ABS) bedeutet das, dass man unter der Maske an das blau/gelbe Kabel kurz vor der H7-Lampenhalterung des Abblendlichts geht. Die 10A Sicherung erhöht man auf 15A.


Die Bedienung

Nachdem die Zündung angeschaltet wurde leuchten nacheinander alle LEDs auf und signalisieren so die Bereitschaft. Da die LEDs im Betrieb dauerhaft leuchten würden, was mich stört, sind sie so geschaltet, dass sie nur leuchten nachdem der Taster gedrückt wurde und sie gehen dann nach ein paar Sekunden wieder aus. Wenn die LEDs aus sind, werden sie durch einen Druck auf den Taster wieder aktiviert. Das verändert noch nicht die Heizstufe, man sieht dann in welcher Stufe man sich befindet. Ein Tastendruck innerhalb der LED-Leuchtdauer verändert das die Heizstufe (siehe Anleitung weiter unten). Liegt Stufe 0 an, wie es z.B. nach dem Zündungseinschalten immer der Fall ist, wird die Heizstufe sofort erhöht bzw. erniedrigt.

Mit dem Drucktaster bewegt man sich zyklisch durch die Heizstufen: 0->1->2->3->4->0->1->...
  • Einmal Taster drücken: Heizstufe wird um einen Schritt erhöht. Wenn bereits die maximale Heizstufe erreicht ist folgt Stufe 0. 0->1->...->4->0->...
  • Taster kurz hintereinander 2x drücken: Heizstufe wird um einen Schritt verringert. Wenn die Heizung aus ist (Stufe 0) wird auf die maximale Stufe gesprungen. 0->4->3->2->1->0->4->...
  • Taster länger als 2s drücken: Heizung wird abgestellt (Stufe 0), egal aus welcher Stufe. Eine Animation zeigt das an.
Nach 2 Saisons Gebrauch und durch das Feedback der bisherigen Benutzer, habe ich mich entschieden, nur noch 4 Stufen zu schalten. Das reicht in der Regel aus um die Temperatur in den Wohlfühlbereich zu regeln. Ich könnte aber auch individuelle Wünsche realisieren.
Es zeigte sich auch, dass ein umgekehrtes Schaltschema, praktikabler ist. Also 1x drücken -> Stufe 4 volle Leistung und dann mit jedem weiteren drücken weiter verringern.
Das ist aber alles individuell anpassbar, sagt mir einfach bei der Bestellung, wie ihr es gerne hättet.

D.h. die LEDs repräsentieren die Heizstufe
  • Stufe 0: alle 3 aus (xxx)
  • Stufe 1: obere und untere aus, mittlere grün (xGx), 25%
  • Stufe 2: alle 3 grün (GGG), 50%
  • Stufe 3: alle 3 orange (OOO), 75%
  • Stufe 4: alle 3 rot (RRR) - Volldampf
Die Bedienung ist in dem kurzen Video einfacher zu erklären:
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