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Thailand - Mae Hong Son Loop

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 Sawadee krab – Hallo zusammen  :clap:

 

wie der ein oder andere vielleicht schon weiß, lebe ich seit ca. 4 Monaten auf Grund meines Auslandssemester in Bangkok, Thailand.

 

Nachdem meine geliebte Z750 schon seit Anfang August bei der Oma in der Garage steht und ich jeden Tag geile umgebaute Z800 und Z1000 hier rumfahren sehe, musste ich auch mal wieder eine Runde fahren.

 

Die „Runde“ die ich gewählt habe, nennt sich Mae Hong Son Loop, befindet sich im Norden Thailands und ist gut 600km lang.

 

Mae-Hong-Son-Loop.png

Quelle: http://www.jasonvitug.com/

 

 

Absolviert habe ich die Strecke in 3 Tagen und davon möchte ich euch gerne berichten:

 

 

Tag 1: ca 200km

 

Flug von Bangkok nach Chiang Mai. (Kosten für Hin und Rückflug: ca. 80-150€, je nach Session, Flugzeit und Fluglinie.)

 

Gegen 10 Uhr morgens landetet ich in Chiang Mai und ca. 30min und 6€ Taxikosten später stand ich bei „Joe’s Bike Team“ auf dem Hof. Ich habe mir von vornherein ein paar Anbieter rausgesucht und Preise verglichen.

Schlussendlich habe ich mich für Joe entschieden, da er der einzige deutsche Verleiher war, den ich finden konnte.

 

Über Facebook habe ich mir eine Kawasaki ER6N reserviert, da ich etwas vergleichbares zu meiner Z750 wollte. Eine Z800 war nicht im Programm. Ansonsten hatte er nur 250ccm und 1000ccm+, welches mir beides nicht zugesagt hat.

 

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Ziel Nr 1: Moong Jam – ein kleines Bergdorf ca. 50km außerhalb von Chiang Mai. Das tolle an dem Dorf ist, dass man hier nicht ganz so viele Touristen sieht, dafür aber viele Einheimische. Die Aussicht ist ebenfalls super!

 

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Ziel Nr. 2: Pai

Pai eine kleine Stadt in den Bergen ca 130km von Chiang Mai. Sehr beliebt bei Backpackern.

1/4 der Strecke sind gerade auf Grund von Straßenarbeiten nicht in bester Verfassung und da haben sich die Stollenreifen bezahlt gemacht. Man kommt etwas schneller voran :-)

 

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Zwischenstopps habe ich an verschiedenen View-Points und Wasserfällen eingelegt. Letzteres hat sich kaum gelohnt. Dafür aber der Stopp bei "Anyuli". Die nette Betreiberin spricht sogar ein bisschen Deutsch und freut sich immer, wenn sie ihr in die Jahre gekommenen Deutschkenntnisse wieder rausholen darf. (Google Maps: 19.218376, 98.670680)

Der Cafe ist dort auch top und nicht so eine Brühe wie in vielen anderen Lokalen...

Btw: den frisch gemachten Kaffee vom 7/11 kann ich inzwischen auch empfehlen ;-)

 

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Letzter Stopp vor Pai: Pai Canyon. Ich hatte unterwegs ein bisschen zu viel getrödelt, daher kam ich 15min nach Sonnenuntergang am Canyon an und habe somit eine der tollsten Sachen dort verpasst.

(Ich habe mir extra am nächsten Morgen einen Wecker auf 6 Uhr gestellt um den Sonnenaufgang zu sehen, aber es hat zu stark geregnet haha – also kein tolles Bild vom Canyon in Pai)

 

Dafür aber das hier:

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Unterkunft in Pai:

Ich habe mir immer Vor Ort eine Unterkunft über die App „Agoda“ gesucht und habe vor Ort gehandelt. Man spart dann immer ca 100 Bath (2,50€)

Das ist quasi 1/3 Tankfüllung :D – Wenn man eine weile hier wohnt handelt man eigentlich bei allem, auch wenn es nur kleine Beträge sind.

Ich habe nur ein Standard Zimmer mit Fan statt AirCon im Diamond De Pai City Hotel für ca 10€ die Nacht genommen. Dort oben ist es ziemlich kühl. Da braucht man keine AirCon.

Abends bin ich noch auf die „walking Street“ und habe mit ein paar Backpackern ein paar Bier getrunken. Nicht zu viel, man muss ja am nächsten Tag wieder sicher und fest im Sattel sitzen.

 

Tag 2: ca. 280km

Ziel: Mae Chaem

 

Nachdem ich den Sonnenaufgang nicht sehen konnte, habe ich mich nach einem guten Frühstück und einem vollen Tank auf den Weg gemacht.

Die Straßen ca 15km außerhalb von Pai sind der Hammer!

Schöne Kurven, klein, groß, weit, eng, hoch und runter. Genau das was ich am Motorradfahren liebe!

Oben auf dem Berg hat man dann eine tolle Aussicht und trifft auch andere Biker.

 

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Weiter geht’s. Nächster Halt: Mae Hong Son 

 

Leider wurde nach der Abfahrt der Zustand der Straßen wieder schlechter. Aber wenn man langsamer fährt kann man auch mal die Landschaft genießen. Sofern nicht gerade 100 Schlaglöcher vor einem sind ;-)

 

Halbzeit: Mittagessen bei "Lake Side" mit Aussicht über den See auf den Wat Chlong Klang Tempel. Sehr lecker, gute Preise und eine tolle Aussicht.

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Weiter gehts! Eine Wirklich toll ausgebaute Straße mit vielen langgezogenen, an der Außenseite erhöhte Kurven, welche teilweise an Steilwandkurven erinnern, führen durch die flache Landschaft. Oft ist man für 5-10min die einzige Person auf den Straßen. Ab und an taucht mal ein Auto oder ein Roller auf. Das wars dann aber auch.

Anschließend geht es wieder in die Berge. Ein Tipp. Tank immer komplett auffüllen, wenn ihr eine große Tankstelle seht. Einmal musste ich in einem Dorf nach Benzin suchen, da ich nicht wusste ob es bis zur nächsten Stadt langt :D

Die Kinder dort haben sich aber gefreut, einen weißen zu sehen :-)

 

 

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Angekommen in Mae Chaem. Hier gibt es nur 2-5 Unterkünfte, je nach App. Meine war mit 400 Bath (10€) inkl. Frühstück recht günstig und sauber. Name: Baan Kub Doi Mae Charme.

Abends kann man in dem Ort nichts unternehmen. Da ist man höchstwahrscheinlich auch der einzige Farang (westliche Ausländer).

Bier gibt’s aber wie immer im 7/11 ;-)

 

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Tag 3: ca 120km

 

Ziel: Chiang Mai

 

Von Mae Chaem sind es ca. 22km bis zum berühmten Doi Inthanon. Tempel. Ich habe mir auf halber Strecke die 2. Jacke angezogen und noch ein 2. Paar Socken angezogen, weil es doch schon sehr frisch war. Ich habe mich wieder wie zu Haus gefühlt  :clap: Leider sind meine Aufnahmen von dem Temple nicht so gut geworden. Schlechtes Wetter. Daher ein Bild aus dem Internet.

Tipp: Man kann die letzten Meter zum Tempel mit dem Auto und Bike hochfahren. Kostet ca 40 Bath (1€)

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Quelle: Flickr

 

Anschließend geht es wieder auf Kurvenreichen Straßen zurück nach Chiang Mai. Hier ist viel los auf den Straßen. Viele Biker und Autos, da alle zu dem Tempel möchten. Trotzdem kann man noch recht zügig fahren.

 

Letztlich bin ich im Chiang Mai Canyon (18.697053, 98.893398angekommen. Hier kann man für 50 Bath (1,20€) inkl. einer Flasche Wasser Klippenspringen und relaxen. Hier sind auch Leute 30+ von 6m in Wasser gesprungen. Die 14m ist aber eher den Jüngeren vorbehalten. Vielleicht traut sich ja mal einer der alten Hasen hier aus dem Forum ;) - Ich habe es gemacht und es war der Hammer!

 

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Fazit:

Wieder einmal geile 600km auf einem Bike verbracht. Mir hat das echt gefehlt, da für mich die Saison ja eigentlich schon im August zu Ende war!

 

Kaufen würde ich mir die ER6N nicht, da mir der Motor vom Sound einfach nicht zusagt. Klingt immer wie ein Traktor. Aber der Durchzug und das Drehmoment waren für diese Tour echt klasse!

Das Handling und Fahrwerk von der kleinen Kawa hat mich echt postivi überrascht. Ich werde wohl nach meiner Rückkehr nach Deutschland im März gleich mal einen Satz Wilbers Gabelfedern bei Tom ordern und mich nach einem zx10r (08-10) Federbein umschauen müssen!

 

Wo fahre ich normalweise:

Ich bin vor 3 Jahren schon über die Schweiz bis zum Gradasee und über Österreich zurück. Knapp 1400km in 5 Tagen. Außerdem fahre ich viel im Schwarzwald, sowie im Welzheimer Wald, da ich aus Stuttgart komme.

 

Unterm Strich muss ich sagen, dass man das mit Thailand einfach nicht vergleichen kann. Hier ist viel weniger Vekehr auf den Straßen und wann sieht man schon mal beim Herausfahren aus einer Kurve eine 3m Kobra auf der Straße?!

 

Besonders gut hat mir gefallen, dass man wenn man nicht nach gefühlt 15 Kurve oben auf dem Berg ist, sondern teilweise 100 Kurven mit 5% Steigung den Aufstieg machen. Das macht mir persönlch mehr Laune. Genau das selbe beim Abstieg. Es kommt nicht alle 500m eine 180 Grad Wende, sondern schöne kleine Kurven und man schlängelt sich durch die Wälder.

Insgesamt hat mich der Spass mit Flug, Sprit, Verpflegung, Sightseeing und Bike ca. 14.000 Bath (ca 350€) gekostet. Ich habe noch einen Nacht/Tag in Chiang Mai selbst verbracht und mir am letzten Tag nur die Stadt und die Sehswürdigkeiten drum herum angeschaut)

 

Ich plane nun evtl. im nächsten eine 12 Tagestour im „goldenen Dreieck“. Thailand, Laos und Myanmar. Das soll ebenfalls sehr viel Spass machen!

 

Was würde ich das nächste Mal anders machen:

-       ich würde das Bike woanders mieten, da ich zu viele Probleme hatte:

o   Hinterradbremse hat am 1 und 2 Tag gegen Mitte-Ende des Tages immer wieder den Druckpunkt verloren oder gar nicht mehr funktioniert. Mir wurde aber zugesichtert, dass alle Flüssigkeiten erst getauscht und die Bremsen entlüftet wurden.

o   E-Starter ging mancmal erst nach dem 15. Versuch

o    Vorderrad war nicht richtig gewuchtet

o   Fehlzündungen und manchmal eine schlechte Gasannahme

 

-       Ich würde meinen eigene Ausrüstung (Helm, Lederkombi oder Textil, Handschuhe und Stiefel) mitnehmen – ein Paar Handschuhe habe ich erst nach dem 3x fragen bekommen.

 

-       Ich würde nicht mehr alleine fahren. Leider hatte keiner meiner Kommilitoen und Freunde einen Führerschein. Pflicht ist der hier zwar nicht, aber es ist ratsam einen zu haben und ebenfalls einen Internationalen Führerschein mitzuführen.

Ich habe mich dazu entschieden alleine zu fahren, weil ich nicht alle 10min anhalten und auf einen Fahranfänger warten wollte. Die Strecke wäre auch zu gefährlich für die Person gewesen, die dort das erste mal Motorrad fährt

 

 

 Ich hoffe der Bericht hat euch gefallen und der ein oder andere macht mir das nach!  :thumbs_up:

 

Grüße aus Bangkok,

 

Nico

 

 

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Hornisse

schöner Tourenbericht. :thumbs_up: schöne Bilder

 

Gerade jetzt bei dem usel Wetter, schön zu lesen.

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fabiz8hndrt.

Sehr schöner Bericht! :)

Den Loop versuche ich nächste Woche auch mal zu fahren! :P

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Stefan Z1000

für paar Euronen mehr hättest doch den ganzen Tag eine weibliche Begleitung gehabt  :pfeif:  (hab ich mal gehört)

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Kami One

Wirklich schöner Bericht. Fehlen nur noch ein paar Kurvenbilder um richtig neidisch zu werden. ;)

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ride on

Thailand verbinden wohl die meisten (mich eingeschlossen) nicht gerade mit Mopedfahren.

Aber wie man sieht gibts dort auch mehr als Strand und Sextourismus.

 

Danke für deinen Bericht, ist sicher spannend da alleine rumzukurven.

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Frank

Schöner Bericht. :thumbs_up:

Aber eine Enduro wäre da fast besser geeignet.

Merkt man eigentlich, dass Thailand einer der Motorrad-Wachstumsmärkte ist?

Als Produktionsland für Motorräder sind sie ja schon vorne dabei.

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taucher

Durch Halbwissen denken die meisten, das so eine Tour durch Dieben ect. zu Gefährlich sei, in die Richtung, muss ich sagen, hätte ich es auch gedacht.

Schöner Bericht, gibt es da keine Sicherheitsbedenken?

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Bunsi

Ich hasse dich dafür!!!

 

Sowas habe ich mir schon immer gewünscht, weil ich die Landschaft dort sehr mag aber leider wird das ein Traum bleiben...

Ich bin neidisch....

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NewZett

Kann mich da nur anschließen. Sehr schön.

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detlef

sehr sehr geil!

mein neid sei dir gewiss.

und ich hatte den verkehr in indonesien schon echt übel in erinnerung, daher verband ich thailand eher mit strand und tauchen als mit touren ins landesinnere...

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